Freitag, 5. August 2016

Webinar "Requirements Engineering - Foundation Level" beim BISG

Am 19.09.2016 startet eine Webinarreihe zum Thema "Requirements Engineering", die aus einer Mischung von Webinaren und Selbstlerneinheiten besteht. Dozentin ist Frau Dr. Andrea Herrmann und der Kurs findet statt in Zusammenarbeit mit dem Bundesfachverband der IT-Sachverständigen und -Gutachter.

Montag, 1. August 2016

Zeitmanagement für Trainer: Anzahl an Kurstagen pro Monat oder Jahr

Anscheinend ist es üblich, dass der Trainer - ob gefragt oder ungefragt - allen erzählen muss, er gäbe 200 Kurstage pro Jahr. Schon immer habe ich mich gewundert, denn 200 Tage sind ja die Anzahl an Arbeitstagen, die man von einem normalen Arbeitnehmer erwarten kann. Wie viel arbeitet jedoch ein Trainer mit 200 Kurstagen? Muss er nicht auch mal Kurse vorbereiten, Rechnungen erstellen, sich selbst fortbilden? Gut, so weit klingt das immer noch machbar, dann arbeitet er eben ohne Urlaub durch oder 60 Stunden pro Woche. Vielleicht sind es ja auch nur halbtägige Kurstage. Mir gelingt es jedenfalls selten, mit 3- und 4-tägigen Schulungen Montag bis Freitag immer lückenlos voll zu bekommen. Und zwischendurch ein Home Office Tag pro Woche für die Telefonate ist ja auch ganz wichtig.

Nun habe ich neugierdehalber für dieses Jahr mal durchgezählt. Da ich für den Rest des Jahres schon so ausgebucht bin, dass kein dreitägiger Kurs mehr dazu kommen kann, sind die Prognosen schon recht verlässlich. Juli war nun eine ziemliche Tretmühle mit 16 Kurstagen. Mal 12 Monate käme ich auf 192 Kurstage. Meine Zeiterfassung sagt, dass ich jeden Monat 120-200 Stunden mit den Kursen beschäftigt war.

Arbeiten die anderen Trainer alle so hart wie ich im Juli? Es handelte sich zum Glück um lauter Kurse, die ich bereits mehrfach gehalten hatte. Der Vorbereitungsaufwand blieb also überschaubar, so dass ich die Kurse auch im Juli mit 200 Arbeitsstunden schaffen konnte.
Im April das Gegenteil. Mit nur 9 Kurstagen war ich ebenfalls voll beschäftigt (200 Arbeitsstunden), weil die Hälfte davon neue Kurse und ein firmenspezifischer Kurs waren. Außerdem habe ich einen dreitägigen Kurs ganz neu aufgesetzt, der dann aber leider zwei Tage vorher erst abgesagt wurde, weil sich vorausgesehene Anmeldungen nicht einstellten und sich ein Teilnehmer kurzfristig abmeldete. Das Leben ist ein Glücksspiel!

August ist jetzt ideal. Ich werde 8 bis 11 Kurstage halten, die meisten Ende des Monats. Einer der Kurse ist neu, aber das Material wird mir gestellt. Ich muss mich also nur einzulesen und didaktische Verbesserungen vorzunehmen. Das lässt mir Zeit, um für den neu aufzusetzenden Kurs im September schonmal in aller Ruhe mit der Materialerstellung zu beginnen. Ich bin also auch mit 8-11 Kurstagen voll ausgelastet.

Insgesamt komme ich im Jahr 2016 auf 110-125 Kurstage. (110 sind fest, die restlichen 15 sind noch in Verhandlung oder offene Seminare, bei denen die Mindestteilnehmerzahl noch nicht erreicht ist.) Damit kann man vollständig ausgelastet sein, falls man eine 40-Stunden-Woche für Vollzeit hält und außerdem noch 6 Wochen Urlaub machen will.

Das war jetzt aber nur das Zeitmanagement für mein Trainer-Ich. Zur Abwechslung und weil ja immer mal wieder Kurse ausfallen, habe ich weitere Jobs. Ich schreibe Gutachten, Zeitschriftenartikel und Bücher, engagiere mich in Vereinen, mache Beratung und bilde mich ständig fort.

Deshalb halte ich 200 Kurstage pro Jahr für stark aufgerundet und falls jemand so viele Kurse hält, arbeitet er entweder wie ein Tier oder spult immer wieder denselben Kurs runter. Es macht ja einen riesigen Unterschied, ob man pro Kurstag noch mehrere Tage Kurserstellung einplanen muss oder unvorbereitet einfliegen kann.

Sonntag, 31. Juli 2016

Webinar über "Ethische Entscheidungen" am 05.08.2016

Tun Sie das Richtige? Ethische Entscheidungen bringen uns oft Nachteile im Leben oder Beruf ein. Das macht die Abwägung besonders schwierig.
In meinem Webinar am 05.08.2016 um 11 Uhr diskutieren wir anhand der Entscheidungstheorie typische Praxisbeispiele und wo wir dabei an Grenzen stoßen.
Schnell hier anmelden! Es sind nur 10 Plätze verfügbar!
Andrea Herrmann

Mittwoch, 27. Juli 2016

Spezialvorlesung "Wissensmanagement und Entscheidungen im Software Engineering" an der Universität Heidelberg

Im Herbst findet wieder meine Spezialvorlesung "Wissensmanagement und Entscheidungen im Software Engineering" an der Universität Heidelberg statt. Das ist meine Lieblingsvorlesung, in der ich Managementtechniken und Tricks aus der Entscheidungstheorie lehre sowie Kenntnisse über Wissensgewinnung und -dokumentation in der Informatik. Wir haben da stets schöne Diskussionen und die Studierenden lernen, wie sie in ein chaotische erscheinendes Berufsleben Struktur hinein bringen.
Andrea Herrmann

Dienstag, 19. Juli 2016

Internet of hackable things

Wasserwerke und Smart Homes erlauben viel zu oft dem erfahrenen Hacker einen Zugriff und Fremdsteuerung von außen. Zwei White Hat Hacker haben das zu Recherchezwecken erfolgreich ausprobiert. Sehr schön gruselig fand ich auch dieses Beispiel einer gehackten Baby-Überwachungskamera: Katharina Geiger: Baby-Kamera gehackt: Horror im Kinderzimmer. Spiegel online, 29.04.2014.

Wir Informatiker warnen ja schon die ganze Zeit, aber uns hört ja keiner zu. Stattdessen wird überall die Totalüberwachung und die elektronische Fern-Steuerung von kritischen Geräten installiert, die man früher auch ohne Internetzugang betreiben konnte.

Mir kommt solches Zeugs nicht ins Haus! Elektronischer Strom und Internet OK. Aber mehr Vernetzung muss nicht sein. Ich habe schon genug damit zu tun, diese Infrastruktur zu schützen.

Dienstag, 12. Juli 2016

Dem selbstfahrenden Auto wird Ethik beigebracht

So, jetzt ist es so weit. Das selbstfahrende Auto soll Ethik lernen. Einerseits ist das gut, andererseits plappert anscheinend hier jemand den Lobbyisten nach. Ich denke, es ist grundsätzlich unethisch, einer Maschine die Verantwortung für das Fahren zu überlassen, egal wie wohldurchdacht die Algorithmen sind und ob die Haftungsfrage für Unfälle geklärt ist. Da kann man wohl jeden Informatiker fragen. Beispielsweise so: "Willst Du, dass das Überleben Deines Kindes im Straßenverkehr von einer Software abhängt?" Gerade Informatiker misstrauen der Technik. Warum wohl?
Assistenzsysteme sind super, sie verbessern die Wahrnehmung und Performanz des Verkehrsteilnehmers. Aber wir dürfen den Maschinen keine Verantwortung überlassen. Ich will jetzt nicht wieder über Skynet (aus "Der Terminator") faseln, aber irgendeine Art von Intelligenz und Evolution werden intelligente evolutionäre Maschinen schon entwickeln! Ethik können wir ihnen nicht beibringen, genauso wie wir ihnen Mitgefühl nicht beibringen können. Sie können Empathie und Ethik nur simulieren, aber jede Simulation gelangt irgendwann an ihr Ende.

Samstag, 9. Juli 2016

Ethische Standards

Also, manchmal frage ich mich schon, in was für einer Welt wir leben. In letzter Zeit beschäftigt mich das Thema Ethik sehr, und darum möchte ich hier zwei der geführten Diskussionen wiedergeben.

In der einen ging es darum, ob es OK ist, an den Computer eines Kollegen zu gehen und dessen E-Mails zu lesen. Grundsätzlich steht in den Geschäftsmails ja nichts Privates drin. Aber mich stört das doch genauso wie der Gedanke, dass Kollegen meine Aktentasche aufmachen und darin herum wühlen oder in den Unterlagen auf meinem Schreibtisch schmökern. Das geht sie doch sowas von überhaupt nichts an! Ich werde ja wohl Unterlagen griffbereit auf dem Schreibtisch liegen haben dürfen, ohne dass die Kollegen sich in meiner Abwesenheit darüber her machen.
Immer wieder werde ich darauf hingewiesen, dass es ja schließlich Richtlinien gäbe, dass Unterlagen weggeschlossen werden müssen und der Rechner passwortgeschützt werden müsse, wenn man auf Toilette gehe. Wer das nicht macht, verhält sich unprofessionell und trägt damit die moralische Verantwortung für alle Spionage seitens der Zimmerkollegen. In einer Firma ist es sogar üblich, dass die Kollegen extra nachsehen, ob jemand die Passwortsperre vergessen hat. Wenn ja, gibts Belohnung. Sie versenden dann nämlich von dessen Computer aus eine E-Mail an alle Kollegen, dass es morgen auf seine Kosten Kuchen gibt. Das finden sie moralisch vollständig in Ordnung und die Kuchenspende sogar noch eine harmlose Strafe für sein fahrlässiges Verhalten.
Was für eine Umkehr ethischer Grundsätze ist denn da passiert? Und wann? Hat das wirklich die Einführung von solchen Unternehmensrichtlinien bewirkt? Kann man das Prinzip verallgemeinern und sagen, dass Sicherheits- und Ethik-Richtlinien plötzlich Verhalten legitimieren, das früher mal als unethisch galt? Ist die Ethik gar ein willkommener Vorwand für Neugier, Sadismus und Mobbing?
Ich glaube, früher gab es mal eine Privatsphäre auch bei der Arbeit, Solidarität und Fehlertoleranz innerhalb des Teams. Ich finde es unethisch, die Kollegen zu überwachen und für ein harmloses Vergehen zu bestrafen, nur weil jemand die Passwortsperre nicht aktiviert, wenn er zur Toilette geht oder in eine Besprechung. Ich finde es auch unethisch, wenn ich meinen Zimmerkollegen misstrauen muss (per Sicherheitsrichtlinie) und sie als mögliche Spione ansehen. Natürlich finde ich es wichtig, sich bewusst zu sein, dass es besser ist, die Passwortsperre zu aktivieren, weil man nicht weiß, ob die Kollegen zufällig auch alle gleichzeitig in eine andere Besprechung gehen und dann ein Spion von außerhalb durch die Büros schleicht. Dann können meine Kollegen meinen Computer nicht beschützen. Genauso macht es ja auch Sinn, seine Brieftasche nicht gut greifbar in die Hosentasche zu stecken. Trotzdem finde ich es unethisch, einem Bestohlenen die Verantwortung für den Diebstahl zuzuschieben und so zu tun als sei der Taschendieb dessen Opfer, der nur das Natürlichste von der Welt getan hat, nämlich in eine fremde Hosentasche zu greifen.

Die zweite Diskussion war gestern. Es ging um den Diebstahl von Schulungsunterlagen. Ja, das Erstellen eines mehrtägigen Kurses samt Literaturrecherche, Powerpointfolien, Grafiken, Übungen und Musterlösungen kostet leicht 50 bis 100 Stunden Arbeit. Ja, man muss dafür hoch konzentriert arbeiten, kompetent die richtige Literatur auswählen, schnell lesen und didaktische Kenntnisse mitbringen. Ja, es ist schwierig, man kann viel dabei falsch machen. Darum kann das vermutlich nicht jeder. Auch diejenigen, die behaupten, keine Zeit dafür zu finden, würden es eventuell fachlich nicht hinbekommen.
So gesehen verstehe ich, dass es für manche Trainer keine andere Chance gibt, als Kursmaterial anderer zu verwenden. Allerdings kann man das auch kaufen oder gegen Lizenz verwenden. Man kann sogar Kursmaterial von anderen kostenlos verwenden, wenn man sie freundlich um Erlaubnis bittet. Mir hat da noch nie jemand "nein" gesagt. Allenfalls gab es Einschränkungen zu beachten wie z.B. dass ich das Material nicht elektronisch herausgeben solle, sondern nur gedruckt. Das geht. Man kann auch jemanden mit der Erstellung beauftragen. Es gibt viele Möglichkeiten, an Kursmaterialien zu kommen. Diebstahl ist aber trotzdem häufig. Ich kann da wilde Geschichten erzählen. In ein paar wenigen Fällen weiß ich es sicher, dass jemand anderer mein Material verwendet, in anderen Fällen war die Geschichte so verkorkst, dass der Diebstahl der Kursunterlagen die einzige logische Erklärung ist.
Gestern also ärgerte ich mich mal wieder über Leute, die so etwas machen. Ich stecke meine Kompetenz und meine Arbeitszeit in dieses Material und andere stehlen es einfach! Die Reaktionen haben mich sehr schockiert. Zuerst hieß es, ich müsse mich darüber freuen, denn kopiert zu werden sei doch das größte Kompliment. Als mich das nicht überzeugte, wurde mir gesagt, der andere würde den Kurs mit demselben Material doch nicht so gut hinbekommen wie ich. Abgesehen davon, dass es "Luftpumpen" (danke an Ben Schulz für den schönen Begriff) gibt, denen es gelingt, auch bei Folienkaraoke und weitgehender Kompetenzlosigkeit noch eine gute Figur zu machen, ist mein Kursmaterial leider so gut, dass es sich selbst erklärt. Die umfangreiche Literaturrecherche, die dahinter steckt, täuscht vor als habe der Foliendieb selbst die Fachliteratur gelesen und die Standards studiert. Mit qualitätsgesicherten Musterlösungen macht man immer eine gute Figur. Ich behaupte mal, dass man sich ziemlich dämlich anstellen muss, wenn man mit meinem Kursmaterial inkompetent wirkt. Außerdem spart man sich damit 50-100 Stunden Arbeit, das ist viel wert. Es ärgert mich vor allem, weil das ja nicht fremde Leute aus dem Internet sind, sondern ehemalige Kollegen, Kursteilnehmer und Kunden, also Leute, denen ich mal vertraut habe. Die kennen mich alle persönlich und bestehlen mich trotzdem.
Üblicherweise wird meine Empörung leider nicht verstanden. Es scheint fast so als würde jeder Kursmaterialien stehlen und darum diesen Brauch verteidigen. Genauso wie allgemein Plagiate für selbstverständlich gelten und laut allgemeingesellschaftlichem Konsens nur bei Politikern nicht erlaubt sind. Gestern hatte ich wenigstens einen Kollegen auf meiner Seite, dem das schon passiert ist. Jemand hatte bei ihm einen Kurs gebucht, nur um sich anschließend genau mit seinem Material, derselben Idee auf demselben Markt selbständig zu machen. Also, das ist doch vorsätzlich, eiskalt berechnend und mit niedrigen Beweggründen!

Andrea Herrmann

Montag, 27. Juni 2016

Warum Chefs gute Mitarbeiter nicht als solche erkennen

Gerade lese ich einen Artikel über 15 Dinge, die gute Mitarbeiter niemals tun. Grundsätzlich stimme ich dieser Liste vollständig zu. Das Problem ist nur, dass nach meiner Erfahrung Chefs diese Liste nicht kennen und eigentlich jedes Kriterium umgekehrt als Zeichen eines schlechten Mitarbeiters verstehen. Nehmen wir sie mal Punkt für Punkt auseinander:
  1. Sie bleiben nicht stehen. -> Das kann der Chef missverstehen als "Jetzt will sie schon wieder was Neues. Was sie gerade macht, genügt ihr wohl nicht?" Oder er ärgert sich, dass er sich schon wieder mit einem neuen Thema beschäftigen muss.
  2. Sie scheuen sich nicht davor, Erfolge zu kopieren. -> Na, das kann aber auch als Ideenlosigkeit und Gedankendiebstahl ausgelegt werden! (Was es ja oft auch ist.)
  3. Sie finden keine Ausreden (für Misserfolge) -> Das ist aus Chefsicht ein Bekenntnis der Schuld. Wenn man keine noch so dämliche Ausrede vorbringt, sondern sagt: "Jawohl, ich habe Mist gebaut. Das nächste Mal werde ich dies und das besser machen", dann ist man ein schlechter Mitarbeiter, weil man ja einen Fehler gemacht hat. Die Schuld auf Kollegen zu schieben, scheint aber immer zu funktionieren, obwohl ich nicht ganz verstehe, warum Chefs das erlauben. Ich habe sowas jedenfalls nicht hören wollen, als ich Chefin war. Am Ende eines Ausredensermons fragte ich mal: "Und besteht denn noch Hoffnung auf Besserung?", worauf die Mitarbeiterin die Augen rollte und mir unterstellte, ich hätte ihr gerade gar nicht zugehört. Sie habe doch ausgezeichnete Arbeit geleistet. Das war übrigens keine gute Mitarbeiterin.
  4. Sie schaffen keine Gräben -> Tja, viele Chefs schaffen selbst gerne Gräben.
  5. Sie blockieren nicht (Neues) -> Kann der Chef aber auch so auslegen, dass man kein Rückgrat und keine eigene Meinung habe
  6. Sie zweifeln nicht viel -> siehe voriger Punkt
  7. Sie zweifeln nicht zu wenig -> Tja, Kritik am Chef kommt aber nicht gut an und auch Kritik an einer vorgeschlagenen Veränderung wird vom Chef gerne als persönliche Kritik verstanden
  8. Sie erwarten keine Anerkennung -> Sieht aber fast aus wie Minderwertigkeitskomplexe, nicht wie Genügsamkeit oder intrinsische Motivation
  9. Sie fühlen sich nicht dauernd angegriffen -> siehe oben. Man muss seinen Platz in der Hierarchie verteidigen, sonst wird das nix.
  10. Sie verschwenden ihre Kraft nicht (auf hoffnungslose Kämpfe) -> siehe voriger Punkt. Letztlich muss man aus Prinzip um jeden Bleistift kämpfen.
  11. Sie stellen keine unrealistischen Ansprüche -> siehe Minderwertigkeitskomplexe. Die Ansprüche, die man als Mitarbeiter stellt, sollten sich aus Prestigegründen nicht am wirtschaftliche Sinnvollen orientieren, sondern an dem, was die Kollegen fordern.
  12. Sie ändern nicht dauernd ihre Meinung -> Tja, das ist Sturheit, oder? Es ist anstrengend für einen Chef, dauernd an den ethischen Prinzipien eines Mitarbeiters anzuecken
  13. Sie lassen sich nicht runterziehen -> Kann auch als Autismus und Gefühllosigkeit interpretiert werden oder als Minderwertigkeitskomplexe
  14. Sie verlieren nicht ihre Handlungsfähigkeit -> siehe voriger Punkt
  15. Sie schauen nicht zurück -> siehe vorige beide Punkte. Kann auch leichtfertig wirken.
Ich weiß, wenn einem der Chef jede Stärke als Schwäche auslegt, ist man sowieso am falschen Ort. Leider gibt es genügend Chefs, die so destruktiv drauf sind und ihr Ohr lieber den Lügnern und Schleimern leihen.
Nach meiner Erfahrung herrscht in "Teams" ein Hauen und Stechen, ständige Konkurrenz. Viele Mitarbeiter sind nicht kompetent, faul oder chaotisch organisiert. In so einem Umfeld findet der Chef es zwar praktisch, wenn er wenigstens einen Mitarbeiter hat, der ohne Jammern und Nörgeln ordentliche Arbeit macht. Wenn er jemanden hat, der jede Aufgabe, die ein Kollege wochenlang verschleppt oder versemmelt hat, noch auf die Schnelle übers Wochenende rettet. Aber dankbar sind die Chefs so jemandem mitnichten, sondern halten ihn für eine durch Minderwertigkeitskomplexe verkrüppelte Kreatur. Die Mitarbeiter, die Arbeitsverweigerung betreiben, wirken viel cooler. Keine Ahnung, was in solchen Chefs vor sich geht! Ich messe den Wert eines Mitarbeiters jedenfalls an seinem produktiven Output, nicht an seinen Komplimenten über meine neue Frisur oder der Dramatik seiner Ausreden. Allerdings weiß ich auch, wie nichtsnutzige Mitarbeiter ihre Position sichern: durch Intrigen. Aber das wäre mal ein anderer Artikel...

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